Der Kojote lebt hauptsächlich in Nordamerika vom Norden Kanadas und Alaskas bis in die Südstaaten der USA.
Außerdem kommt er in Mittelamerika vor und findet sich in Mexiko, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama. Er gehört innerhalb der Familie der Hunde zur Gattung der Wolf- und Schakalartigen.
Sein Name stammt vom aztekischen Wort „Coyotl” ab und bedeutet auf Deutsch „Mischling”. Andere Bezeichnungen für ihn sind „amerikanischer Präriewolf” oder „Präriehund”.
Der Kojote ist bis zu 50 cm groß und erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 110 cm. Das Gewicht liegt zwischen 10 und 24 kg. Er hat ein dichtes und langes Fell, welches zwischen verschiedenen Tönen von gelbbraun und graubraun variiert. Die Bauchseite, die Brust und die Kehle sind weiß, im Bereich des Kopfes und des Bauches finden sich zudem einige rotbraune bis gelblichbraune Stellen.
Obwohl äußerlich einem Wolf recht ähnlich, unterscheidet er sich von diesem dadurch, dass er deutlich kleiner ist. Außerdem sind seine Beine kürzer, die Ohren größer und die Schnauze schmaler als beim Wolf. Die Regenbogenhaut der Augen ist gelb, die runden Pupillen sind dunkelbraun. Ein typisches Merkmal ist der große, buschige Schwanz.
Der Kojote hat sich verschiedenen Lebensräumen hervorragend angepasst und ist in dichten Wäldern genauso anzutreffen wie in der Prärie, der nordamerikanischen Steppe mit fast keinen Bäumen und einer wenig dichten Gras- und Strauchlandschaft. Aber auch in der subarktischen Tundra, in Heidelandschaften, Sumpfgebieten, Halbwüsten sowie Busch- und Baumsavannen ist der Kojote heimisch und scheut sogar vor Mittelgebirgen mit einer Höhe von mehr als 2000 Metern nicht zurück.
Er ist ein sogenannter Allesfresser, der sowohl kleinere und größere Tiere erbeutet, Aas frisst und sich gelegentlich auch von pflanzlicher Nahrung wie Früchte und Beeren ernährt.
Als Hauptnahrung gelten allerdings Säugetiere, Reptilien und Vögel. Insekten und deren Larven werden ebenfalls nicht verschmäht. Kaninchen, Mäuse und Ratten sowie Hörnchen und andere kleinere Säuger zählen zur bevorzugten Nahrung. Gelegentlich werden auch nicht flugfähige Vögel und Reptilien von ihm verspeist.
Leben Kojoten in der Nähe menschlicher Ansiedlungen, durchsuchen sie auch die Mülltonnen und -deponien nach Nahrungsresten.
