Hyänen

Der Name „Hyäne” ist griechisch und bedeutet übersetzt „Sau”, was evtl. an einer gewissen Ähnlichkeit mit der Silhouette eines Wildschweins liegt.

Obwohl auch eine gewisse äußerliche Übereinstimmung mit Hunden, hervorgerufen durch eine gleichgerichtete Entwicklung, vorhanden ist, gehören die Hyänen nicht zu ihnen, sondern sind in der Überfamilie der Katzenartigen zuhause und zählen zu den Schleichkatzen.

Man unterscheidet bei den Hyänen zwei Unterfamilien mit drei Arten beziehungsweise einer Art. Einmal die Unterfamilie „Hyaeninae”, zu der die Streifenhyäne, die Schabrackenhyäne und die Tüpfelhyäne gehören, sowie die Unterfamilie „Protelinae”, zu welcher der sogenannte Erdwolf zählt.

Hyänen leben in den Steppen und Savannen Afrikas, wo sie die am häufigsten vorkommenden Raubtiere sind, in Höhen bis zu 3000 Metern. Sie sind nachtaktiv und wohnen in Gebüschen, Höhlen und verlassenen Bauten anderer Tiere. Ein typisches Merkmal ist, dass die Vorderbeine deutlich länger als die Hinterbeine sind.

Die dadurch abfallende Rückenlinie wird durch den stärker ausgebildeten Vorderkörper noch verstärkt. Hyänen erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 55 bis 165 cm und sind knapp 10 bis zu mehr als 80 kg schwer. Der Schwanz ist je nach Art 18 bis 44 cm lang.

Das Fell besteht aus einem groben Deckhaar und bis auf die Tüpfelhyäne besitzen sie alle eine ausgeprägte Rückenmähne. Die am häufigsten vorkommenden Fellfarben sind diverse Brauntöne mit einem Streifenmuster, nur die Tüpfelhyäne hat ein fleckiges Fell. Hyänen sind sogenannte „Passgänger”, d.h. sie bewegen immer die Gliedmassen einer Körperseite gleichzeitig.

Sie haben hervorragend ausgebildete Gesichtsinne, d.h. sie hören und sehen nicht nur sehr gut, sondern sind in der Lage, Aas in einigen Kilometern Entfernung zu wittern. Außerdem haben sie sehr scharfe Zähne und eine extrem kräftigen Kiefer.

Die Streifen- und die Schabrackenhyäne sind hauptsächlich Allesfresser und fressen Früchte, Pflanzenteile, Eier, Fleisch und Aas, die Tüpfelhyäne dagegen betätigt sich auch als Jäger.

Der Erdwolf, welcher sich auch durch eine unterschiedliche Anzahl an Zehen von den anderen Arten unterscheidet (vorne vier, hinten fünf, die anderen vorne und hinten jeweils fünf Zehen), ernährt sich ausschließlich von Termiten.


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