Seinen Ursprung hat das rheinisch-westfälische Kaltblut in Deutschland, es kommt aus Westfalen.

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Daher hat es auch seinen Namen. Die Zucht begann ungefähr in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Man suchte ein gutes Arbeitspferd, ein kräftiges Kaltblut als Hilfe für die Landwirtschaft, aber auch als Zugpferd.
Zu der Zucht setzte man zuerst „Clyesdales” ein, später auch noch „Suffolks”. Gegen 1880 kamen „Belgier”, die man auch einkreuzte. Einige Züchter, die sich sehr begeistert mit der Zucht des neuen Kaltblutes beschäftigten, gründeten 1904 das Westfälische Pferdestammbuch und sorgten damit für einen guten Anschub.
Daraufhin wurden vermehrt Kaltblutstuten aus Belgien und des näherliegenden Rheinlandes nach Westfalen gebracht. Durch zahlreiche Kreuzungen erhielt man einen sehr klaren, westfälischen Typ der bis kurz vor dem 2. Weltkrieg – neben dem „rheinländischen Kaltblut” – eine große Bedeutung hatte
Zu den wichtigsten Urvätern der Linie des rheinisch-westfälischen Kaltblutes zählt der berühmte Hengst Albin d’Hor. Er wurde 1916 geboren und zeichnete sich durch eine tiefrumpfige Statur bei mittlerer Größe aus.
Neben diesem mittelgroßen Braunschimmel gab es einen weiteren, wichtigen Begründer der Rasse: den hellen Schimmel Christal de Baele. Er wurde etwas später, nämlich 1921 geboren, und oft eingekreuzt, sodaß seine Linie maßgeblich die Erscheinung des rheinisch-westfälischen Kaltblutes mitbestimmte.
Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges gab es zahlreiche Veränderungen, die auch an den Pferdezuchten nicht vorübergingen. Zunächst einmal verloren die Pferde generell mehr und mehr an Bedeutung in der Landwirtschaft, da sie durch maschinelle Hilfen ersetzt wurden.
Beim rheinisch-westfälischen Kaltblut gab es ab 1975 weitere Änderungen, die die Zucht betrafen. Man kreuzte vermehrt Blut der Schwedenardenner mit ein, was zu einer verbesserten Trockenheit und Drahtigkeit der Rasse führte.
Das rheinisch-westfälische Kaltblut hat ein Stockmaß von 158 cm bis 165 cm. Es handelt sich bei ihm um eine sehr harmonische Erscheinung mit schönem, ansprechenden Kopf und sehr ausdrucksstarken Augen. Insgesamt vermittelt es einen sehr kräftigen Eindruck, obwohl der Körper nur mittelschwer ist. Seine Kruppe ist stark bemuskelt, das Fundament sehr trocken mit harten Hufen.
Das Fell ist gekennzeichnet durch kräftige, lange Haare; die Pferde haben eine Doppelmähne und reichlich Behang.
Es gibt sie als Schimmel in den 3 Farben Rappschimmel, Fuchsschimmel und Braunschimmel. Am häufigsten sind bei ihnen jedoch Braune und Füchse zu finden.
Das rheinisch-westfälische Kaltblut wurde sehr geschätzt wegen seiner Pflegeleichtigkeit. Es war arbeitswillig und hatte ein ruhiges, sehr geduldiges Gemüt. Dabei besaß es durchaus ein fröhliches Temperament, ohne eigenwillig zu sein.
